Miethäuser in Celle mit klugem Wärmekonzept, dem Baustoff Holz und Gründach
Wittinger Straße 123-135, Celle
In knapp 2,5 Jahren Bauzeit hat B&O Bau im Osten von Celle 90 moderne Wohnungen mit einem ausgeklügelten Energiekonzept erbaut, wobei 38 Wohneinheiten zum geförderten Wohnbau zählen und 52 frei finanziert wurden. Zur innovativen Optik der insgesamt fünf nicht unterkellerten Holzhybrid-Gebäude tragen sowohl das Staffelgeschoss über den drei Vollgeschossen als auch die Klinkerriemchenfassade im Erdgeschoss bei.
| Bauherr | Städtische Wohnungsbau GmbH Celle |
| Architektur | Stadtbildplanung Dortmund GmbH |
| Bauzeitraum | Juni 2020 bis November 2022 |
| Leistungsumfang | Neubau von fünf Gebäuden ohne Kellergeschoss und Außenanlagen. Erdgeschoss massiv in Kalksandstein und Beton. Obergeschoss in Holzhybrid-Bauweise. Treppenhäuser in Stahlbeton. Fertigbadzellen aus eigener Produktion. |
| Gebäudezahlen | 90 Wohnungen auf einer Bruttogeschossfläche von 7.772 m². Grundstücksfläche 2.875 m². Wohnfläche 5.605 m². |
| Energiekonzept | EnEV 2014 – Neubaustandard 2016. KfW-Effizienzhaus 55. PV-Anlage auf dem Dach. Geothermie-Wärmepumpe mit Rückkühlung und Nahwärmenetz. Mehrere Ladesäulen für E-Autos. |
| Bauorganisation | B&O Bau als Generalübernehmer |
Innovatives Energieversorgungskonzept – Vorfertigung und intelligenter Materialmix
Besonders hervorzuheben bei den fünf Gebäuden, in denen insgesamt 90 Mietparteien untergebracht sind, ist das innovative Energieversorgungskonzept. So verfügen etwa die mit Geothermie gespeisten Wärmepumpen über eine Rückkühlung und sind ans Nahwärmenetz angeschlossen. Dazu kommen die Photovoltaik-Dachanlagen sowie die Ladesäulen für Elektromobilität, die die Umweltfreundlichkeit der Neubauten weiter steigern.
Während das massive Erdgeschoss aus Beton und Kalksandstein besteht und sich mit einer Klinkerriemchenfassade schmückt, hat man sich für die drei Vollgeschosse sowie das Staffelgeschoss für die naturnahe Holzhybrid-Bauweise entschieden, bei der zwar die Treppenhäuser aus Stahlbeton und auch die Decken aus Spannbeton errichtet wurden. Die Lastabtragungen des Staffelgeschosses geschieht über Peikko-Träger im obersten Vollgeschoss.
Für die Wände indes hat man den nachwachsenden Rohstoff Holz verwendet, der kaum graue Emissionen aufweist und in verbauter Form als CO2-Speicher dient. Es handelt sich um Außenwände aus 140 mm Brettsperrholz. Diese auf die Baustelle gelieferten Fertigelemente sowie der Einbau der hauseigenen Prelog-Fertigbäder optimieren Bauprozess und Baukosten.
Weitere Besonderheiten der fünf Miethäuser sind die mit Schöckkörben an die Zwischendecken angehängten Balkon sowie die Auslagerun der Technik in ein separates Gebäude auf dem Grundstück. Die Dächer wiederum sind mit PV-Anlagen ausgestattet und begrünt.
Besonderheiten
- Energetische Versorgung mit aufwändiger Regelung
- Technikgebäude separat auf dem Grundstück
- Angehängte Balkone
- Lastabtragung über PEIKKO-Träger
- Wärmedämmverbundsystem-Fassade, im Erdgeschoss mit Klinkerriemchen
- PV-Anlage und Gründach
- Staffelgeschosse