Aufgeschüttete Erddeponie wird zu klimafreundlichem Wohnquartier
B&O Bau hat maßgeblich zu einer umfangreichen Quartierserschließung auf einer ehemaligen Erddeponie am Stadtrand von Heilbronn beigetragen. Von den rund 500 neuen Wohneinheiten hat der Generalunternehmer 110 errichtet. Dabei verteilen sich die B&O-Mietwohnungen über zehn fünfgeschossige Holz-Hybridhäuser. Auch den Innenausbau der zwei- bis dreigeschossigen Tiefgaragen hat B&O Bau übernommen. Die Besonderheit: Das gesamte Wohngebiet steht auf Pfählen.
| Bauherr | Stadtsiedlung Heilbronn GmbH |
| Architektur | Grundentwurf der Quartiersentwicklung und Parkhaus: Siin GmbH Stuttgart Architekt Wohnhäuser: Hirschmuellerschmidt Darmstadt ab LP 5 Planungsteam bis LP 4: Mronz und Schäfer Architekten, Köln (Müngersdorf) |
| Bauzeitraum | Juni 2022 bis September 2024 |
| Leistungsumfang | Neubau von zehn, fünfgeschossigen Holz-Hybridhäusern im Zuge einer Quartiersentwicklung.
Verbaut wurden Holzmassivwände mit eingebauten Fenstern und vorgehängten Fassaden sowie Fertigbäder aus dem hauseigenen Werk in Prelog, Kroatien. Innenausbau einer Tiefgarage mit 330 PKW- und 680 Fahrradstellplätzen. Circa zehn Prozent der PKW-Plätze sind für E-Autos vorgerüstet |
| Gebäudezahlen | 110 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 8.420 m², die sich über zwei alleinstehende, ein Doppelhaus und zwei Riegelbebauungen mit je drei Hauseingängen verteilen. |
| Energiekonzept | Fernwärme aus Blockheizkraftwerk Photovoltaikanlagen auf den Dächern mit Mieterstrommodell KfW-55-Standard der Häuser 19 bis 33 KfW-40-Standard der Häuser 15 bis 17, dank stärkerer Dämmebene Ladesäulen in der Tiefgarage, betrieben durch örtlichen Nahversorger |
| Bauorganisation | B&O Bau als Generalübernehmer |
Holzfassade mit 3D-Effekt und geschwungene Balkone
In nur 27 Monaten Bauzeit konnte B&O Bau 110 Mietwohnungen fertigstellen, die dank eines quartierseigenen Blockheizkraftwerks und PV-Anlagen auf den Dächern sowie der Verwendung des nachwachsenden Baustoffes Holz hohe KfW-Standards aufweisen. Während für Treppenhauskerne und Decken Stahlbeton genutzt wurde, sind die Erdgeschoss-Außenwände sowie die der vier Obergeschosse aus mit Mineralwolle gedämmten Massivholz-Fertigteilen zusammengesetzt worden.
Dies hat nicht nur den Bauvorgang stark beschleunigt, sondern trägt auch zur ansprechenden Optik der Holzhybriden bei: Die vorgehängten, dunkelgrau lasierten Holzfassaden haben unterschiedliche Stärken, was ein interessantes Berg- und Talmuster ergibt. Unterbrochen werden die Fassaden mit 3D-Effekt durch bodentiefe Fenster sowie geschwungene Balkone in Beton-Alu-Konstruktion. Diese Balkone erhöhen den Wohnkomfort der Mieter erheblich.
Statt der klassischen Fußbodenheizung sorgen moderne Wandradiatoren, durch die mit Fernwärme erhitztes Wasser fließt, schnell für Wohlfühltemperaturen und ein angenehmes Raumklima. Für umweltbewusste Mieter stehen im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage 680 Fahrradstellplätze bereit. Rund zehn Prozent der insgesamt 330 PKW-Stellplätze sind für E-Autos reserviert.
Eine Besonderheit des Neubau-Quartiers ist, dass es auf einer ehemaligen, aufgeschütteten Erddeponie errichtet wurde. Das gesamte Wohngebiet steht auf Pfählen.
Besonderheiten
- Hoher Vorfertigungsgrad dank angelieferter Massivholzwände sowie Fertigbädern von Prelog
- Hohe Nachhaltigkeit dank Holzhybrid-Bauweise, PV-Anlagen auf den Dächern, Vorrüstung für E-Mobilität
- Fernwärme aus quartierseigenem Blockheizkraftwerk
- KfW-Standard 55, bzw. 40
- Fassadenspiel dank unterschiedlicher Stärke, geschwungener Balkone und bodentiefer Fenster
- Ungewöhnlich große Tiefgarage mit viel Platz für Fahrräder
- Quartier steht auf Pfählen auf aufgeschütteter Erddeponie