Sanierung Don Camillo und Peppone in Wolfsburg

Mammut-Sanierung Don Camillo und Peppone in Wolfsburg 

Theodor-Heuss-Straße 72, Wolfsburg-Detmerode, Deutschland

Im Auftrag der Neuland Wohnungsgesellschaft stemmt B&O Bau ein Mammut-Sanierungsprojekt in Wolfsburg-Detmerode, das branchenintern, aber auch in den Medien viel Aufmerksamkeit erregt hat. Zwei in die Jahre gekommene Hochhäuser aus den 1960er-Jahren, auch als „Don Camillo und Peppone“ bekannt, mit 13 beziehungsweise 21 Etagen erforderten einen statisch äußerst anspruchsvollen Umbau sowie die umfassende Sanierung von Wohnungen, Fluren und Fassaden. B&O Bau brachte außerdem Stahlbetonbalkone sowie außen liegende Treppenhäuser mit Aufzug an die emblematischen Wohntürme an.

Sanierung Don Camillo und Peppone in Wolfsburg

Bauherr Neuland Wohnungsbaugesellschaft mbH
Architektur Chris Doray Studio INC und Gaudlitz Architekten GmbH
Bauzeitraum September 2020 bis Dezember 2026
Leistungsumfang Statische Abbrucharbeiten der Decken, Stürze, Heizkörper etc. Schlüsselfertiger Ausbau der Wohnungen inklusive Estrich-, Putz-, Elektroarbeiten sowie Heizung, Sanitär, Lüftung, Bodenbelag, Fliesen und Malerarbeiten. Anbau von Stahlbetonbalkonen sowie außen anliegendem Treppenhaus.
Gebäudezahlen 210 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf zwei Hochhäuser verteilt, das „Camillo“ mit 21 Etagen, das „Peppone“ mit 13 Geschossen. Gesamte Wohn- und Nutzfläche 26.500 m².
Energiekonzept KfW-Effizienzhaus 55 mit aus Fernwärme gespeister Fußbodenheizung. Die Sanierung umfasste umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität des Gebäudes.
Bauorganisation B&O Bau als ARGE Generalunternehmer
Sanierung Don Camillo und Peppone in Wolfsburg

Komplexe Hochhaussanierung: Statische Ertüchtigung, hohe Windlasten und moderner Innenausbau

Als größte Herausforderung des Sanierungsprojektes, an dem ein internationales Architektenteam beteiligt war, seien die aufwändigen statischen Ertüchtigungen genannt, die für die Um- bzw. Anbauarbeiten der Hochhaussanierung notwendig waren. Die hohen Windlasten der Hochhäuser und die möglichen Setzungen der sondergefertigten, vorgestellten Balkone mussten in den statischen Berechnungen berücksichtigt werden.

So brauchte es, um die Balkontürme an die Hochhäuser anstellen zu können, eine ausgesprochen tiefe Pfahlgründung. Außerdem waren Hydraulikpressen nötig, um die 156 Tonnen schweren Türme nach der Setzung wieder um einige Millimeter in die Höhe hebeln zu können.

Auch die externen, extrem schlanken Treppen-Türme mussten derart an den Hochhäusern verankert werden, dass eine leichte Bewegung möglich ist, jedoch ohne, dass die Treppenhäuser abreißen können.

Während dem umfassenden Innenausbau der 210 Wohneinheiten zu energetisch modernisierten Wohnungen zunächst umfangreiche statische Abbrucharbeiten durchgeführt werden mussten. Zusätzlich erschwerte ein außergewöhnlich niedriger Fußbodenaufbau die Verlegung der neuen Fußbodenheizung in allen Geschossen.

Besonderheiten

  • Kompletter Leerstand durch Entmietung vor Sanierungsbeginn
  • Garantierter Maximalpreis-Vertrag
  • Statischer Abbruch von Balkonen sowie in Teilbereichen von Stahlbetondecken
  • Neue Balkone und Treppenhäuser auf Hydraulikpressen gestellt, um sie nach Setzung wieder millimeterweise in die Höhe hebeln zu können
  • Neue Treppenhäuser und Aufzugsschächte außen an Gebäude angebaut
  • ARGE B&O Bau HH und B&O Bau NRW
  • KfW-Effizienzhaus 55 mit aus Fernwärme gespeister Fußbodenheizung in allen Wohnungen
  • CO2-Einsparung von etwa 70 Prozent nach ökologischen Sanierungsmaßnahmen
  • Neue futuristisch anmutende Fassade aus Aluminium bauseits